Augsburg bewirbt sich um das Label „StadtGrün naturnah“

PM der Stadt Augsburg
Foto: Nicolas Liebig, LPVA

„Der Beschluss der Biodiversitätsstrategie jährt sich 2019 zum zehnten Mal“, erklärt Umweltreferent Reiner Erben. „Dies ist ein Grund zum Feiern, aber auch ein Grund, einmal genauer hinzuschauen, wo die Stadt Augsburg beim Thema biologische Vielfalt steht.“ Einen besonders großen Beitrag, so Erben, leiste hier das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen, der Landschaftspflegeverband der Stadt und die Forstverwaltung. „Ich bin sehr gespannt, wie externe Fachleute unsere Arbeit in Augsburg beurteilen.“

Bestandserhebung von Pflegepraktiken

Am Beginn des Verfahrens tragen die teilnehmenden Kommunen ihre Pflegepraktiken und bereits umgesetzten Maßnahmen für ein ökologisches Grünflächenmanagement in einer Bestandserhebung zusammen. Auf dieser Grundlage wird ein Maßnahmenplan mit geplanten Aktivitäten zur naturnahen Entwicklung der innerstädtischen Grünflächen entwickelt.

Kommunen, die sich um das Label „StadtGrün naturnah“ bewerben, werden vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ mit einer Vor-Ort-Beratung unterstützt. Auch Augsburg lässt in diesem Verfahren die Qualität der Grünflächenplanung und -pflege von externen Fachleuten überprüfen und bestätigen. Ebenso organsiert das Bündnis den Erfahrungsaustausch unter den Kommunen. Es stellt außerdem kostenlos Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung und moderiert Workshops zur Planung von Maßnahmen mit lokalen Akteuren.

Positive Wirkung von Grünflächen

„Menschen brauchen Natur in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Gesundheit und Zufriedenheit von Menschen höher ist, wenn sie näher an Grünflächen leben“, sagt Umweltreferent Reiner Erben und verweist darauf, dass die Stadt Augsburg ihre Grünflächen naturnah pflegt. „Rasenflächen werden hier seltener gemäht. Außerdem werden bienen- und insektenfreundliche Samenmischungen gesät. Davon profitieren auch Tiere und Pflanzen. Denn wo Flockenblumen, Margeriten oder Malven gedeihen, sind auch Wildbienen und Schmetterlinge nicht weit“, so der Umweltreferent.

Am Endes des Jahres wird sich zeigen, ob Augsburg im Rahmen des Labels „StadtGrün naturnah“ für das kommunale Maßnahmenpaket zur Förderung der biologischen Vielfalt eine Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold erhält.

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