Augsburg heißt Gartenamtsleiter aus der ganzen Republik willkommen

Die deutsche Gartenamtsleiter-Konferenz Kleingärten tagt in Augsburg. Vor allem die Besonderheiten des Augsburger Kleingartenwesens mit seinen 61 Anlagen und 4.116 Gärten stehen im Fokus. Noch bis Dienstag werden die Besucher alles über den Kleingartenentwicklungsplan Augsburg erfahren. Sie besuchen ebenfalls den botanischen Garten und die Kleingärten.

Ein besonderes Highlight war die Führung durch die Fuggerei-Augsburg nach der Begrüßung. Frau Gräfin Fugger von Glött führte hier selber durch die erste soziale Reihenhaussiedlung ihrer Art.

„Kleingärten gehen Hand in Hand mit einer lebenswerten Stadt. Nachbarschaften werten sie auf, sie erhöhen biologische Vielfalt und steigern den Erholungswert unserer Stadt. In Kleingärten arbeiten Menschen verschiedenen Alters, Familienstands, Herkunft, Religion oder sozialer Stellung zusammen und bilden eine Gemeinschaft. Sie schaffen und gestalten in Ihrer Gemeinschaft ein traumhaftes Paradies und wichtiges Stück Natur in der Stadt Augsburg“, betont Erben in seinem Grußwort.

DSC_0113 (2).JPG

Augsburg besitz traditionell auch einige private Kleingartenanalgen, die ursprünglich sogenannte Arbeitergärten waren und heute zum Teil immer noch im Besitz großer Arbeitgeber, wie z. MT- Aerospace sind, bzw. die als Eigentümergärten an die Pächter verkauft wurden.

Acht Kleingartenanlagen liegen im Trinkwasserschutzbereich der Stadt Augsburg. Damit besitzen die Kleingärtner eine große Verantwortung für die Reinhaltung des Augsburger Trinkwassers, die Sie durch den Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger vorbildlich wahrnehmen.

Diese Lage im Trinkwasserschutzgebiet verpflichtet auch die Stadt Augsburg zu verstärkten Bemühungen, Ihre Anlagen an das städtische Abwassernetz anzuschließen. Mit Beschluss des Umweltausschusses von 2009 wurde ein Programm zur Sicherstellung einer umweltgerechten Entwässerung der Kleingartenanlagen in Augsburg aufgelegt.

Von den 61 städtischen Anlagen besitzen inzwischen 36 Anlagen eine Gemeinschaftstoilette mit Anschluss an das städtische Kanalnetz. Weitere Anlagen sollen in den nächsten Jahren folgen.

DSC_0119.JPG

Kommentare unterstützt durch Disqus