Ein Umweltbildungszentrum für Augsburg

Pressemitteilung der Stadt Augsburg

Auf dem Betriebsgelände des Botanischen Gartens entsteht ab 2019 ein neues Umweltbildungszentrum (UBZ). „Es verläuft alles nach Plan“, so Umweltreferent Reiner Erben. Allerdings wird nach den Auftragsverhandlungen nicht der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb sondern das zweitplatzierte Büro Hess/Talhof/Kusmierz mit weiteren Planung beauftragt.

„Die Architektur des Entwurfs des Münchner Büros stand bei allen Jurymitgliedern von Anfang an hoch im Kurs. Allerdings gab es einige Punkte, die Fragen offen ließen. Bei den Auftragsverhandlungen mit den drei Preisträgern überzeugten Hess/Talhof/Kusmierz dann mit einem deutlich verbesserten Entwurf“, so Reiner Erben. Daher habe das Auswahlgremium den Stadträten im zuständigen Bauausschuss empfohlen, die Münchner Architekten damit zu beauftragen, die Realisierung ihres Entwurfs weiter zu planen. „Dieser Empfehlung wurde auch im Umweltausschuss zugestimmt“, so der Erben.
 

Im Spannungsfeld zwischen Wildnis und Kulturlandschaft

Von außen fällt das eingeschossige Gebäude durch eine schlichte, rechteckige Form in Holzbauweise auf. Im Innenraum entsteht durch organisch geschwungene Lehmstampfwände ein attraktives Foyer, das das Gebäude in drei Raumkomplexe aufteilt. Nicolas Liebig, Geschäftsführer der Umweltstation, ist begeistert von der Architektur des Gebäudes: „Das Zentrum steht für die wilde, dynamische Natur. Die Fassade symbolisiert den Rahmen, den wir Menschen der Natur setzen. Damit skizziert der Gebäudegrundriss perfekt eine der grundsätzlichen Fragestellungen, mit der wir uns in unserer Umweltbildungsarbeit befassen: Wieviel Natur wollen und brauchen wir? Ein Großprojekt, das Augsburg in naher Zukunft beschäftigen und in dem diese Frage Thema sein wird, ist Licca liber!“

Dass Umweltbildung in Augsburg nötig ist, davon ist Umweltreferent Reiner Erben überzeugt: „Das UBZ wird das Zuhause für die Umweltstation Augsburg, die bisher kein eigenes Gebäude hat. Das UBZ wird aber auch der Nukleus sein von Umweltbildung bzw. Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der darin aktiven Vereine und Organisationen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Themen im Umweltschutz, wie Klimawandel, Insektensterben oder Landverbrauch, brauchen wir als Umweltstadt eine solche Institution, die das Bewusstsein für die Bedeutung intakter Landschaften schärft“, so Erben.
 

Ab Herbst 2019 soll gebaut werden

Spätestens im März 2018 soll klar sein, was das Gebäude kosten wird. Dann geht es gemeinsam mit auf die Suche nach Förder- und Sponsorengeldern. Da es sich bei dem UBZ um ein Leuchtturmprojekt der amtierenden Rathaus-Koalitionen handelt, sind im städtischen Haushalt in den Jahren 2018 bis 2020 bereits rund 4 Mio. Euro fest eingeplant. Einem Baubeginn ab Herbst 2019 steht damit auch bei ausbleibenden Fördermitteln nichts mehr im Wege. Ziel ist, dass das UBZ in der zweiten Jahreshälfte 2020 fertiggestellt ist.

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