Für weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“

Pressemitteilung der Stadt Augsburg
Foto: Ruth Plössel, Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg ist für weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“. Dies wurde ihr mit einer Urkunde des gemeinnützigen VereinsTransFair e.V. bestätigt. Vor acht Jahren erhielt Augsburgerstmals die Auszeichnung für ihr Engagement für fairen Handel.

Grundlage dafür sind die folgenden fünf Kriterien, die Augsburg
nach wie vor erfüllt:

  • Der Oberbürgermeister und der Stadtrat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des
    fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest.
  • Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten.
  • In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten.
  • Die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit.
  • Die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.
„Es ist der richtige Weg, dass Augsburg dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Deshalb setzen wir uns auch künftig dafür ein, dass fairer Handel auf lokaler Ebene gefördert wird. Dass uns die Auszeichnung jetzt bestätigt wurde, ist Motivation und Aufforderung, unser Engagement fortzuführen“, so Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.

Auf öko-soziale Kriterien wird geachtet
Einen wichtigen Beitrag leistet etwa das Büro für Nachhaltigkeit, das Seminare und Fortbildungen zur fairen und nachhaltigen kommunalen Beschaffung organisiert. So hat sich zum Beispiel die Beschaffungspraxis bei Berufskleidung oder Grab- und Pflastersteinen dahingehend geändert, dass auf öko-soziale Kriterien geachtet wird. Auch der Kaffee, der bei Stadtratssitzungen ausgeschenkt wird, ist fair gehandelt. Darüber hinaus organisiert das Büro für Nachhaltigkeit auch den Prozess der lokalen Agenda 21, in der die Steuerungsgruppe Fairtrade-
Stadt als Agendaforum verankert ist.

„Dass die Auszeichnung Augsburgs als Fairdrade-Stadt bestätigt wurde, ist ein schönes Zeugnis dafür, dass der faire Handel in der Stadt nachhaltig verankert ist. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten dabei eng für das gemeinsame Ziel zusammen“, so Umweltreferent Reiner Erben.

Fairtrade in Mode und Gastronomie steigt
Neben Geschäften, in denen die gängigen fair gehandelten Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade angeboten werden, hat sich auch im Bereich Bekleidung mit zwei Neueröffnungen für öko-soziale Mode Einiges getan. Auch ist die Anzahl der Gastronomiebetriebe, die fair-gehandelten Kaffee ausschenken, auf über 30 Betriebe gestiegen. Im Weltladen vergrößert sich das Angebot ebenfalls stetig. Dort ist u.a. der handliche Fair-Führer "KonsuMensch" erhältlich, der mittlerweile in vierter Auflage erschienen ist.

Ute Michallik, Initiatorin der Fairtrade-Stadt Augsburg, freut sich über die Bestätigung ihrer Arbeit: „Augsburg ist eine von über 560 Fairtrade-Towns in Deutschland, weltweit sind es über 2.000 in 36 Ländern. Wir haben in den zurückliegenden acht Jahren nicht nur vor Ort viel bewegt, sondern auch in der Region Impulse gesetzt. Dillingen, Bobingen und Stadtbergen sind ebenfalls Fairtrade-Städte geworden“, sagt sie. Schulen konnten ebenfalls gut erreicht werden. Neben zwei bestehenden Fairtrade-Schulen stehen zwei weitere kurz vor ihrer Ernennung.
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