Auf der Tagesordnung steht heute der Klimaschutzbericht 2015. Dies ist eine Bilanz zu den Klimaschutzaktivitäten in der Stadt Augsburg in den Jahren 2008 - 2013. Mit dem Bericht wird überprüft, inwieweit die vom Stadtrat gesetzten Ziele des 9-Punkte-Plans zur Klimaoffensive Augsburg erreicht wurden.

Wir ziehen heute aber auch Bilanz über die Klimaschutzaktivitäten in der Stadt Augsburg seit dem Beitritt der Stadt Augsburg zum Klimaschutzbündnis der europäischen Kommunen im Jahr 1998 und seit der Einrichtung der Klimaschutzabteilung im Umweltamt im Jahr 2004.

 

Augsburg hat sich 1998 entschieden, dem europäischen Klimabündnis beizutreten, weil schon damals klar war, dass Klimaschutz vor Ort in den Städten entscheidend vorangebracht werden muss. Augsburg hat sich damals verpflichtet, alle 5 Jahre den CO2-pro Kopf-Ausstoß um 10 % zu reduzieren. Dieses Ziel haben wir bisher nicht erreicht.

Auch 12 Jahre nach Gründung der Abteilung Klimaschutz kann deshalb keine Entwarnung bezüglich der Notwendigkeit eines engagierten Klimaschutzes – sowohl global als auch lokal - gegeben werden.

Zum „earth day“ am 22. April 2015 hat eine Gruppe hochrangiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an die internationale Gemeinschaft appelliert, den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen bis 2050 auf Null zurückzufahren. Und die Wissenschaftler haben betont, dass 2015 "ein entscheidendes Jahr für die Menschheit" sei.

Das sind sicher große Worte, aber sie machen deutlich, dass wir keine Zeit zu verlieren haben um das sog. 2 Grad Ziel zu erreichen, also die globale Erwärmung der Erde um maximal 2 Grad. Um genau zu wissen, wie wir dies erreichen können, ziehen wir mit diesem Bericht zunächst Bilanz, Bilanz über die Maßnahmen und Projekte, die im 9 Punkte Plan im Jahr 2008 beschlossen wurden.

Das wichtige Ergebnis ist: Der 9-Punkte-Plan ist nahezu umgesetzt. Ralph Bendel wird genauer auf die Analyse eingehen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Bendel bedanken, denn er ist nicht nur der Hauptverantwortliche für diesen heutigen Klimaschutzbericht, sondern er zeichnet auch verantwortlich für alle vergangenen Berichte. Wenn Sie den Bericht lesen, erfahren Sie sehr viel und sehr ausführlich über die Klimaschutzaktivitäten der Stadt aber auch über grundsätzliche Themen zum Klimaschutz. Mit dem Bericht liegt sozusagen ein fundiertes Nachschlagewerk vor. Vielen Dank dafür.

 

Aus diesem Nachschlagewerk wird deutlich, dass der Klimaschutz vor Ort auf einen guten Weg gebracht worden ist, aber gleichzeitig ist erst ein kleiner Teil der Wegstrecke zurückgelegt. Vom Erreichen der mit der Mitgliedschaft im Klimabündnis gesetzten Ziele zur Reduzierung klimarelevanter Treibhausgase ist die Stadt noch ein gutes Stück entfernt. Um die Vorgaben der CO2-Reduzierung um 50 % vom Basisjahr 1990 bis zum Jahr 2030 zu erfüllen, müssen die Anstrengungen weiter forciert werden. Dazu wird der Leiter des Umweltamts, Hans Peter Koch noch referieren. Hans Peter Koch war von 2004 bis 2013 Leiter der Abteilung Klimaschutz, auch ihm möchte ich ganz herzlich für die Arbeit in den letzten Jahren und die Arbeit an diesem und den bereits vorgelegten Klimaschutzberichten.

Bedanken möchte ich mich für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit auch bei der neuen Leiterin der Abteilung Birgit Schott und bei Frau Kieffer-Polat, die in der Abteilung für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

 

Ich lade Sie ein, die Ergebnisse der Evaluierung des 9-Punkte-Plans und die Erfordernisse des beschlossenen Regionalen Klimaschutzkonzeptes genauer anzuschauen und zu bewerten. Als nächsten Schritt werden wir dann durch Einbeziehung maßgeblicher städtischer Akteure und Experten, sowie unter den bestehenden Rahmenbedingungen von Bund und Freistaat, ein schlagkräftiges Klimaschutzprogramm 2020 formulieren. Dabei baue ich auf Ihre Unterstützung und Ihr Engagement mit großen oder kleinen Taten, für einen aktiven Klimaschutz und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen!

 

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