Naturmuseum bestätigt mit Erfolgsjahr 2017 bundesweiten Trend

Pressemitteilung der Stadt Augsburg

Foto: © Naturmuseum Augsburg, Fotos A. Hagens

Während die allgemeinen Besucherzahlen der Museen in Deutschland zuletzt leicht rückläufig waren, konnten naturkundliche Einrichtungen bundesweit erfreuliche Zuwächse verbuchen (Quelle: Institut für Museumsforschung, Heft 71, Statistische Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2016). Umweltreferent Reiner Erben freut sich darüber, dass auch das Augsburger Naturmuseum diesen positiven Trend mit dem größten Besucherzuspruch seit zehn Jahren eindrucksvoll bestätigen kann. Im vergangenen Jahr 2017 strömten 46.489 Besucher in das Museum in der Ludwigstraße 14, was dem zweitbesten Ergebnis seit Aufzeichnung der Besucherzahlen entspricht. Reiner Erben äußert sich hinsichtlich dieser hervorragenden Besucherbilanz entsprechend anerkennend: „Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, dass wir mit unserem Naturmuseum im Herzen der Stadt Augsburg eine attraktive Kultur- und Bildungseinrichtung besitzen, die es vermag, unterschiedlichste Zielgruppen auf anschauliche und unterhaltsame Weise für die Themen Natur und Umwelt zu interessieren.“ 

Wie Dr. Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, im Interview mit der Augsburger Allgemeine Zeitung (16.Januar 2018, Feuilleton) bestätigt, liegen naturkundliche Museen als klassische Familienmuseen mit intelligenter Ansprache ihres Publikums im Trend dieser Zeit. Dabei weist Pellengahr auch auf die Bedeutung eines Alleinstellungsmerkmals für die Attraktivität eines Museums hin. 

Diesbezüglich weiß das Augsburger Naturmuseum insbesondere mit seiner zentralen Molasse-Ausstellung zu überzeugen. Durch die Gegenüberstellung der heutigen Tier- und Pflanzenwelt mit Fossilien aus der exotischen Welt des subtropischen Süddeutschlands vor Millionen Jahren erhalten nicht nur Familien, sondern auch Schulklassen, Senioren- oder Fachgruppen gleichermaßen faszinierende Einblicke in den erdgeschichtlichen Wandel der Natur ihrer Heimatregion.

Großen Anteil am Erfolgsjahr 2017 des Naturmuseums hatte auch die außergewöhnliche Sonderausstellung „Faszination Spinnen“ der Ausstellungsfirma Araneus. Die Begeisterung für diese attraktive Lebendschau, in der zahlreiche Vogelspinnen, Skorpione und Tausendfüßer aus unmittelbarer Nähe beobachtet werden konnten, blieb bis zum Schluss der Ausstellungsverlängerung im Januar 2018 ungebrochen. Spezialführungen durch die Ausstellung und Live-Fütterungen der Spinnentiere erwiesen sich dabei als wahre Besuchermagnete. 

Einen weiteren Zugewinn an Besuchern erwarb sich das Naturmuseum 2017 durch die Einrichtung eines durchgängigen Rundgangs durch alle Ausstellungsbereiche des Museums. Im Rahmen dieses Rundgangs werden im Sonderausstellungsbereich während der “ausstellungsfreien“ Zeiten kleine aber feine Sammlungskollektionen aus den “Schatzkammern“ des Museums präsentiert. Im vergangenen Jahr wussten viele Besucher dieses Zusatzangebot zu nutzen, um sich eine besondere Auswahl verschiedener Wirbeltierschädel aus dem biologischen Magazin anzuschauen. Die präsentierten Knochenpräparate zeigten einmalige Einblicke in die biologische Variabilität von Schädelkonstruktionen unterschiedlichster Tierarten. 

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