Ortstermin am Eisenbahnerwehr im Lech der LUWA Energiegesellschaft

Die Wasserkraft ist die wichtigste Quelle für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien (EE) in Augsburg.

 

Der Ausbau der EE ist – neben der Energieeinsparung und der Energieeffizienz - Ziel der Energiewende, weil wir weg kommen müssen von der gefährlichen Atomkraft und der klimaschädlichen Energieerzeugung aus Kohle.

 

von den insgesamt ca. 175 Millionen kWh Strom, die in Augsburg im Jahr 2013 aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurden, wurden fast 100 Millionen kWh in den insgesamt 36 Wasserkraftanlagen auf dem Stadtgebiet erzeugt.

Steigerungen der Stromausbeute der Wasserkraftanlagen konnten in den letzten Jahren u. a. durch Verbesserungen an bestehenden Anlagen erzielt werden.

 

Unsere Prämisse dabei ist selbstverständlich, die Umweltauswirkungen aus dem Betrieb der Anlagen so gering wie möglich zu halten.

 

Das Hochzoller Wasserkraftwerk, an dem wir uns heute treffen, ist dafür ein gutes Beispiel.

 

Für die Anlage wurde mit Bescheid vom 10.06.2002 nach Durchführung des vorgeschriebenen förmlichen Verfahrens, die wasserrechtliche Bewilligung erteilt.

Seit 09.03.2004 ist diese Bewilligung auf die derzeitige Betreiberin die Firma LUWA Energie GmbH  (Geschäftsführer Herr Steffen Lutzenberger) übergegangen. Inbetriebnahme März 2006.

 

Insbesondere die Stauzielanpassung (Erhöhung des Stauziels mittels eines Schlauchwehres) wurde zum Thema von Anfragen.

 

Die Erhöhung wurde mit Bescheid vom 25.05.2007 durch Änderung der Bewilligung genehmigt. In dieses Verfahren waren durch Stellungnahmen und Gutachten die unterschiedlichen zu beteiligenden Fachstellen einbezogen (Bauordnungsamt, Tiefbauamt, Immissionsschutz UA, Fischereifachberatung d. Bezirk Schwaben, Landesfischereiverband Bayern, Stadtplanungsamt, Amt für Grünordnung u. Naturschutz, Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung, Bauunternehmen Dumberger u. w.).

 

Auch die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde entsprechend angepasst.

Die Erhöhung des Aufstaus bewirkte eine Verbesserung der Wasserabflussverhältnisse  (Überströmung des Holzwehres) – Auflage der Bewilligung von 2002 – Zustände wie vor Inbetriebnahme der WKA.

 

Beide Verfahren (Genehmigungsverfahren Wasserkraftanlage und Genehmigungsverfahren Stauzielanpassung) wurden von städtischen Juristen geleitet. Sämtliche Betroffene (Behörden, Verbände) wurden beteiligt.

Gegen die erteilten Genehmigungen wurde nicht geklagt.

 

Näheres zur Anlage wird Ihnen jetzt der Betreiber Hr. Lutzenberger bzw. der beauftragte Betriebsleiter Herr During erläutern.

 

Hr. Gallasch wird Ihnen danach die Sicht des WWA und Hr. Paravicini die Sicht der Fischereifachberatung des Bezirkes Schwaben zum Betrieb der Anlage erläutern

 

Abschließend möchten wir ihnen Gelegenheit geben, sich mit ihren Fragen direkt an die anwesenden Fachleute zu wenden.

 

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