Pinzgauer Rinder als Landschaftspfleger nun auch in Lechhausen

Pressemitteilung Stadt Augsburg, Foto Christian Hahn/Stadt Augsburg

Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration, hat jetzt das Lechhauser Weideprojekt zusammen mit dem Rinderhalter und Landwirt Martin Augustin vorgestellt. Die Ausgleichsfläche am Siebenbrunnenbach zwischen Derchinger- und Südtirolerstraße wird zu einem für die ehemalige Lechaue typischen Grünland weiterentwickelt. Ziel ist die Herstellung und Revitalisierung eines Verbundsystems der Fließgewässer. Die Gestaltung der Ausgleichsfläche ist Teil des übergeordneten Grün- und Freiflächenentwicklungskonzeptes.

Blütenreiche Grünflächen entstehen

Rinder kommen in der Landschaftspflege vor allem auf nährstoffreicheren, feuchteren Auenstandorten zum Einsatz. Erfahrungen aus verschiedenen Beweidungsprojekten zeigen, dass Rinder neben Problemgräsern wie dem Landreitgras auch Gehölze zurückdrängen. So schaffen sie blütenreiche Grünflächen. Doch nicht nur Blüten ziehen Insekten an, auch von den Hinterlassenschaften der Rinder profitieren viele Arten. Vögel und Kleinsäuger finden auf diesen Weiden ein reichhaltiges Nahrungsangebot vor.

Rinder in „Mutterkuhhaltung“

Die Rinder gehören dem Friedberger Landwirt Martin Augustin, dessen Tiere auch schon um Friedberg herum mehrere Naturschutzflächen beweiden. Das Pinzgauer Rind ist eine vom Aussterben bedrohte Rinderrasse und für den Einsatz in der Landschaftspflege gut geeignet. Die Rinder in Lechhausen werden in der sogenannten „Mutterkuhhaltung“ gehalten. Hier leben am Anfang etwa sechs Kühe mit ihren Kälbern zusammen. So ist sie eine naturnahe und tiergerechte Haltungsform.

Bitte: Hunde anleinen und das Gehege nicht betreten

Die Rinderbeweidung bedeutet für Anwohnerinnen und Anwohner keine besondere Beeinträchtigung. Die Stadt Augsburg bittet darum, Hunde anzuleinen, das Gehege nicht zu betreten, da die Mutterkühe ihre Kälber schützen wollen und die Tiere nicht zu füttern, um Unverträglichkeiten vorzubeugen.

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