Unser Wasser schützen – Augsburg wird „Blue Community“

„Die in der EU vorhandene Tendenz, die Trinkwasserversorgung zu privatisieren und damit zu kommerzialisieren, ist in Augsburg kein Thema," so OB Dr. Kurt Gribl. "Stadt und Stadtwerke hüten das Augsburger Trinkwasser und die Trinkwasserschutzgebiete wie ihren Augapfel“. Um diese Aussage zu bekräftigen, hat sich die Stadt Augsburg der Initiative „Blue Community“ angeschlossen.

Alfred Müllner (links), Geschäftsführer der swa, überreicht Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Umweltreferent Reiner Erben Trinkwasserkaraffen und -gläser. Die Verwaltung der Stadt Augsburg setzt zukünftig auf Wasser aus der Leitung statt aus der Flasche. Foto: Thomas Hosemann/swa

Alfred Müllner (links), Geschäftsführer der swa, überreicht Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Umweltreferent Reiner Erben Trinkwasserkaraffen und -gläser. Die Verwaltung der Stadt Augsburg setzt zukünftig auf Wasser aus der Leitung statt aus der Flasche. Foto: Thomas Hosemann/swa

Was bedeutet „Blue Community“?

„Blue Community“ ist ein Projekt des Council of Canadians, einer kanadischen Organisation, die sich für soziale und ökologische Gerechtigkeit einsetzt. Um das Zertifikat der „Blue Community“ zu erlangen, müssen vier zentrale Punkte erfüllt sein:

  • Wasser muss als Menschenrecht anerkannt werde.
  • Wasserdienstleistungen müssen in der öffentlichen Hand bleiben.
  • Leitungswasser muss, überall wo möglich und sinnvoll, Flaschenwasser vorgezogen werden.
  • Internationale Partnerschaften sollen zum Wissensaustausch gepflegt werden.

Meilenstein in der Trinkwasserversorgung

Bereits im Oktober hatte der Stadtrat diesen Meilenstein in der Trinkwasserversorgung beschlossen. Um ihn zu feiern überreichten die Stadtwerke Augsburg Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und Umweltreferent Reiner Erben 100 Wasserkaraffen und 600 Trinkgläser. Ein symbolischer Akt, mit dem ein konkretes Ziel verbunden ist: In Augsburg soll mehr Leitungs- anstelle von Flaschenwasser getrunken werden.

Mehr Leitungswasser trinken 

Die Verwaltungen der Stadt sowie der Stadtwerke gehen dabei mit gutem Beispiel voran: Die Mitarbeiter der Stadtwerke löschen ihren Durst bereits größtenteils mit Leitungswasser, das auf Wunsch mittels der hauseigenen Tafelwasseranlagen mit Kohlensäure versetzt wird. Nun wollen auch die städtischen Mitarbeiter in den Verwaltungsgebäuden sowie im Rathaus nachziehen und das Flaschenwasser nach und nach ablösen.

Die Stadtwerke unterstützen die Entwicklung zur Blue Community

An den 20 öffentlichen Trinkwasserbrunnen der swa kann frisches Leitungswasser gezapft werden. Praktisch: Mit der App Trinkwassser unterwegs“ (kostenlos) kann bundesweit der nächstgelegene Trinkbrunnen gefunden werden. Zusätzlich bietet die swa auch Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen oder sonstigen Institutionen an, Tafelwasseranlagen zu installieren. Schulen bekommen diese zu besonders günstigen Konditionen.

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